Walter Röhrl

Als 1971 der AC-NIttenau gegründet wurde, war Walter Röhrl bereits vier Jahre als erfolgreicher Ralleypilot unterwegs. Bei der Rallye Wiesbaden hatte er auf einem Ford Capri RS seinen ersten Europameisterschaftslauf als Sieger beendet.
1974 konnte Walter Röhrl bis dahin sein erfolgreichstes jahr als Rallye-Europameister auf Opel Ascona abschließen.
Anläßlich eines Clubabends des AC-Nittenau wurde "der Lange" als Ehrenmitglied im Jahre 1976 in der AC Chronik verewigt. Walter Röhrl hatte seit Langem sehr gute Beziehungen zum AC-Nittenau, fuhr er doch regelmäßig den BMW seines damaligen Chefs zum Kundendienst in die Werkstatt zu BMW-Bock. Seit dieser Zeit verbindet auch Walter Röhr und Heinz Schmidhuber eine lange Freundschaft.
1980 war für Röhrl sein erfolgreichstes Jahr. Er gewann auf Fiat 131 Abarth nicht nur die Rallye Fahrer Weltmeisterschaft, sondern auch noch die Rallye-Marken Weltmeisterschaft. Was viele nicht wissen, Röhrl war zu dieser Zeit bereits viel auf der Rundstrecke unterwegs und gewann gemeinsam mit dem Formel 1 Piloten Riccardo Patrese die Markenweltmeisterschaft der Sportwagen auf der Rundstrecke.
Bereits zwei Jahre später - 1982 - triumphierte unser Clubfreund mit dem zweiten Rallye-Weltmeistertitel, diesmal auf einem Opel Ascona 400. In diesem Jahr gewann Röhrl auch zum ersten Mal die Rallye Monte Carlo, was ihm insgesamt 4-mal auf vier verschiedenen Autos gelingen sollte.
Ein Jahr später wurde er auf einem Lancia Rally 037 Rallye Viezeweltmeister. Anschließend, von 1984 bis 1991 brachen die legendären Quattro Zeiten bei Audi an.
Auch hier wird Röhrl in der Trans Am Serie schnell bekannt, als er den Amerikanern, selbst bei strömendem Regen sein fahrerisches Talent zeigt. Im Land der unbegerenzten Möglichkeiten wird bei Regen die Piste schlagartig verlassen.
Nicht zu vergessen ist der Triumph, als Röhrl als erster Pilot ohne Beifahrer das Pikes Peak Bergrennen "Race to the Clouds" gewinnen konnte.
Nach seiner erfolgreichen Zeit bei Audi ist Walter als Repräsentant und Entwickler bei Porsche beschäftigt.
Walter Röhrl hat in den vergangenen Jahrzehnten, trotz eines überquellenden Terminkalenders, viele Clubabende beim AC-Nittenau besucht, und war mehrmals Schirmherr bei unseren Motorsportveranstaltungen. Auch seinen 60-igsten Geburtstag feierte er mit seiner Frau Monika gemeinsam mit dem AC in Nittenau (siehe Bildergalerie).
Bei einem Fahrerlehrgang im Steinbruch Schwinger - in Roßbach - konnte er unseren Mitgliedern sein umfassendes Wissen in Fahrphysik und Technik, und einige seiner Tricks vermitteln.
Für viele Kenner der Motorsportszene gilt Walter Röhrl immer noch als der beste Rallyefahrer. Formel 1 Pilot Jean Alesi kommentierte einmal:" Ich wollte lieber Rallyefahrer als Formel 1 Pilot werden - für mich gab es nur ein Idol: Walter Röhrl!"
Allseits große Wertschätzung und Hochachtung unsererseits, freundschaftliches Verhalten ohne Starallüren seinerseits - das charakterisiert die Verbundenheit von Walter Röhrl und dem AC-Nittenau.
Georg Bock

Redet man im Motorsport von Bergrennen, so meinen wir fast automatisch die Zeit in den sechziger und siebziger Jahren. Da gabe es in Bayern wesentlich mehr Veranstaltungen als heute in ganz Deutschland. Strecken wie Sudelfeld, Schauinsland, Wallberg, Rusel, Sauerland.....waren für jedermann ein Begriff.
Auf diesen Bergrennstrecken war auch Georg Bock unterwegs. Vorbelastet in Sachen Motorsport ist er vom Onkel her, der mit dem Motorrad bereits in den 30-iger Jahren an Weltmeisterschaftsläufen teilnahm.
Natürlich ist der Inhaber des bekannten BMW-Autohauses in Nittenau auch von Beruf wegen mit sportlichen Autos beschäftigt. Angefangen hat es mit einem BMW 700 bei Slalomveranstaltungen. Bald ging es mit wesentlich mehr Power zu Bergrennen in ganz Deutschland. Georg Bock baute einen BMW 2000ti zum Rennwagen um. Dicke Rennreifen wurden auf breite Leichtmetallfelgen montiert, und ein Rennfahrwerk sorgte für optimale Straßenlage. Vom BMW "Haus-Tuner" Alpina bekam Bock einen leistungsstarken Motor. Zur Anpassung auf die unterschiedlichen Rennstrecken waren auch diverse Getriebe und Hinterachsübersetzungen notwendig. Überflüssiger Ballast wurde aus dem Auto entfernt, und aus Gründen der Sicherheit ein Überrollkäfig eigeschweißt.
Ab und zu waren einige Kurzzeittests auf der Brucker Straße notwendig, ganz zur Freude aller, die den tollen Sound und die Optik des Renn-BMW genießen durften.
Gut vorbereitet ging es dann von Rennen zu Rennen. Innerhalb kurzer Zeit war der Schore nicht nur wegen seiner excellenten und spektakulären Fahrweise, sondern auch wegen seines fröhlichen Wesens einer der ganz Großen. Der Vollblut Geschäftsmann hatte immer ein paar flotte Sprüche drauf, und war wegen seiner legeren Art im Fahrerlager immer ein begehrter Gesprächspartner. Bock war auch gefragt, wenn es darum ging, bei den obligatorischen Feldmessen auf Bergrennen den Ministrantendienst zu verrichten.
Am Renntag warteten dann entlang der Rennstrecke viele ungeduldig auf den orangen BMW mit Georg Bock am Volant. Besonders beim Heimatrennen am Rötzer Berg hörte man oft die Frage:"...wann kimmt denn da Schore"...und "...fahrt da Heinz auch..."?
Gespannt wartete man dann auch oft am Montagabend vor dem Fernseher auf die Sportschau, wo sehr häufig über Bergrennen berichtet wurde. Meistens hörte man gegen Ende der Übertragung: "Sieger wurde wieder Georg Bock auf BMW-Alpina aus Nittenau..." - und gleichzeitig sah man den Schore spektakulär um die engen Kurven driften.
Viele Klassensieger-, Gruppensieger- und auch Gesamtsiegerpokale konnte Er mit nach Hause nehmen. Bock wurde 1979 und 1971 südbayerischer Bergmeister, 1972 schaffte er den 5. Platz in der deutschen Bergmeisterschaft, und erhielt als Krönung unter 3000 Bewerbern den BMW Sportpokal als bester Privatfahrer.
Bei der Gründung des Automobilclub Nittenau war Georg Bock dann auch einer der Ersten, der sich in der Anwesenheitsliste eingetragen hatte. Heute ist Bock auch ein respektabler Förderer unserer Jugendkartgruppe, und wurde anläßlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums 1996 zum Ehrenmitglied ernannt.
Werner Röttgermann
Werner Röttgermann, ein gebürtiger Dortmunder, war in den 70igern in Nittenau wohnhaft. Ohne die ständige Initiative zum Zusammenführen der Nittenauer Sportfahrer, wäre es wohl nicht zur Gründung des AC-Nittenau gekommen. Röttgermann war der Initiator, und gründete am 27. Oktober 1971 in der Hotelgaststätte Pirzer den Verein. Dabei wurde Röttgermann zum 2. Vereinsvorsitzenden gewählt.
Werner Röttgermann bekam 1981 für seine Verdienste um den AC-Nittenau die Ehrenmitgliedschaft beim 10-jährigen Vereinsjubiläum zuerkannt..
Bis heute ist er dem Verein treu geblieben, und spendet seit Jahren die Wanderpokale für den Besten AC-Motorsportler.
Julius Schmatz

Der ehemalige Bürgermeister Julius Schmatz setzte sich während seiner Amtszeit sehr für die Belange des AC-Nittenau ein. Insbesondere bei den Sonderzugfahrten - welche durch den AC-Nittenau organisiert wurden - unterstützte er den Verein in hervorragender Art und Weise.
Herr Julius Schmatz wurde beim Festabend zum 25.-jährigen Vereinsjubiläum am 03.08.1996 zum Ehrenmitglied ernannt.